Chinesische Turnierveranstalter sind nicht gerade berühmt dafür, die besten Vorraussetzungen für die teilnehmenden Spieler zu offerieren. Dort wo die Übertragung durch Internetstreams nahtlos gewährleistet wird, kommt es immer wieder zu Mängeln in der Organisation und Planung der Spielerareale.
Fast jedes Wochenende wirbt mindestens eines der neuen chinesischen Turniere um die Gunst der Spieler – zwischen 2000 und 10000 Dollar werden dabei an die Sieger ausgeschüttet und dementsprechend stark ist das Teilnehmerfeld besetzt. Doch wie weit lassen sich die teilnehmenden Asiaten und auch Europäer von schlechter Planung und Durchführung eines Events beeinflussen?
Begonnen hat alles mit den Negativschlagzeilen des ehemaligen Four-Kings-Spielers ToD, der dieses Jahr das e-stars Tournament aufgrund schlechter klimatischer Verhältnisse und eines unfairen Mapvotingverfahrens nicht antreten wollte und somit seinen Forderungen Nachdruck verleihen konnte.
Gerade die klimatischen Konditionen sind für Turnierveranstalter ein kritischer Punkt – Europäer haben er gern kühl, Asiaten neigen schnell zum frieren. Auch das laufende CEG: Changchun liefert keine optimalen Bedingungen – Spieler beschweren sich über die dort herrschende Kälte, das Spielsystem liefert im Best-of-One-Verfahren starke Diskrepanzen zwischen den einzelnen Rassen. Die Gründe für eine weitere Teilnahme sind nach Aussagen der koreanischen Spieler nur vertragliche Verpflichtungen.

Aufwändige Fotoshootings und Pressetermine gehören mittlerweile genauso zu solchen Großereignissen wie die schlechte Pressearbeit der Turnierveranstalter für den internationalen Zuschauer - Hier gilt frei das Motto: Wer keine Kontakte in das ferne Asien hat, hat das Nachsehen. Der asiatische Markt ist für den Europäer nahezu verschlossen, Turnierergebnisse gibt es nur vom Hören-Sagen und die Internetpräsens lässt prinzipiell zu wünschen übrig.
Sollten es die Turnierveranstalter aus dem fernen Osten in nächster Zeit nicht schaffen, sowohl den Spielern als auch den Zuschauern bessere Konditionen zu bieten, wird es schwer die Vertragsverpflichtungen der Spieler zu halten und eine weiterhin erfolgreiche Arbeit mit den Teilnehmer fortzusetzen.
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